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Geschichte


Episode 1 2 3 4
Ein Sturm zieht herauf Episode 1

Der Himmel war klar, die Luft frisch. Von seinem Platz auf dem höchsten Berg ringsum konnte Arian fast bis an die 500 km entfernte See sehen. Ja, so konnte er sich das Leben vorstellen. So war es ja auch schon immer gewesen. In seinem Rücken spürte er plötzlich einen kalten Windstoss, so kalt, dass er bis ins Mark erzitterte. Noch während er sich fragte, was das wohl sein könnte, glaubte er etwas vorbeihuschen zu spüren. Er drehte seinen Kopf in die Richtung, aus der die Bewegung zu kommen schien, doch es war nichts zu sehen.
Als er den Kopf wieder hob, konnte er sehen, wie sich langsam Wolken vor die Sonne schoben, schwarze Wolken. Der eisige Wind wurde stärker und jetzt glaubte Arian auch einen Geruch im Wind wahrnehmen zu können. Verbranntes Fleisch, ja, das musste es sein. Er spürte einen stechenden Schmerz in seiner linken Seite. Mit lautem Gebrüll breitete er seine Flügel aus, erhob seinen riesigen Körper in die Lüfte, um zu töten, was ihm diesen Schmerz zugefügt hatte.
Sein Kopf pendelte suchend auf dem langen Hals hin und her. Er sah wie sich Fußabdrücke im Schnee bildeten, aber kein Lebenwesen, zu dem sie gehören konnten. Aus Furcht zog er seinen Kopf zurück und stiess dann mit voller Kraft nach vorne und badete den Gipfel unter sich in Feuer. Brennende Gestalten rannten, vor Schmerzen brüllend, wild umher. Jetzt erst blickte Arian auf die Stelle, an der er getroffen worden war. Ein Rinnsal Blut floss heraus. Sie hatten ihm eine Schuppe aus dem Körper geschnitten. Er leckte sich die Wunde mit seiner langen, gespaltenen Zunge, schlug noch einmal mit den Flügeln und verschwand über den Wolken.

Zur gleichen Zeit in einem kleinen Dorf namens Kr'ark:

Da Spätsommer war ging Gerun, wie immer um diese Jahreszeit seiner Arbeit auf dem Feld nach, also Heu einfahren. Das ganze Dorf half dabei, damit man die ganzen Felder schneller abgearbeitet hatte. Die Stimmung war ausgelassen, denn es war ein Fest zur Einleitung der Herbstzeit geplant. Die Frauen und Kinder sangen, während sie das Heu auf die Wagen luden. In einiger Entfernung, konnte man einen finsteren Wald durch die Hitze flimmern sehen. Doch niemand machte sich Sorgen, auch Gerun nicht, denn die finsteren Kreaturen dieses Waldes waren das letzte Mal gesehen worden, als der Dorfälteste noch ein kleines Kind gewesen war. Am Lagerfeuer erzählte er immer von riesigen Monstern, am ganzen Körper behaart, wie ein Wildschwein, mit Hauern und groben Waffen aus schlecht geschmiedetem Eisen, die das Dorf oft überfallen hätten. Auch andere Kreaturen seien dabei gewesen, manche von ihnen hätte man erst sehen können, wenn sie zustachen, um einen Menschen zu töten. Einmal sei sogar ein riesiger schwarzer Drache aufgetaucht und hätte mit seinem Feueratem das ganze Dorf in Schutt und Asche gelegt. Nur wenige hätten das Massaker überlebt.
Niemand glaubte ihm seine Geschichten, aber sie waren unterhaltsam. Plötzlich kam ein kalter Wind auf, sehr ungewähnlich für diese Jahreszeit. Alle zogen ihre Kleider enger an ihre frierenden Körper, arbeiteten aber weiter. Gerun sah jedoch kurz auf und sah dicke, schwarze Wolken aufziehen. Der Wind wurde stärker und brachte einen üblen Geruch mit, wie von verwesendem Fleisch. Mit einem schlechten Gefühl im Bauch wollte sich Gerun gerade wieder nach einem Bündel Stroh bücken, als er glaubte beim Wald eine Bewegung gesehen zu haben. Er sah noch einmal hoch. Er konnte nicht so wirklich viel erkennen. Aber der Wald schien sich zu bewegen. Er tat es als Halluzination ab.
Das nächste Mal sah er von seiner Arbeit auf, als er ein lautes Brüllen zu hören glaubte. Diesmal gab es keinen Zweifel mehr, aus der Richtung des Waldes hatte sich etwas auf das Dorf zu bewegt. Er konnte sie genau sehen, die Kreaturen mit dem Borstenfell und den Hauern, nur die Waffen schienen nicht in die Geschichten zu passen, sie waren neu und blitzten und glänzten. "Da hat der Alte doch nicht gelogen", dachte Gerun, und dann lag er bereits blutüberströmt, seine Eingeweide wieder zurück in den Bauch drückend am Boden. Er hörte die anderen Einwohner schreien. Bevor er starb sah er noch einen schwarzen Schatten über den Himmel huschen und spürte eine riesige Hitze


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Verbrannte ErdeEpisode 2

Elrik erwachte von einem lauten Geräusch. Es hörte sich an wie das Schlagen riesiger Flügel. Verschlafen rieb er sich die Augen. Im nächsten Moment drang heller Feuerschein durch die Nacht und Menschen schrien. Rasch sprang er auf. "Das kann doch nicht sein!", dachte er, während er nach seinen Waffen griff. Direkt neben seinem Bett, lag wie immer sein Langbogen.
Elrik war früher Hauptmann in der könglichen Leibwache gewesen, doch als er beim Kampf mit einem Troll verwundet wurde, hatte er ein steifes rechtes Bein zurückbehalten und wurde von seiner Pflicht entbunden. Seither lebte er in einem abgeschiedenen Dörfchen in den Drachenbergen. Einen Drachen hatte er noch nie gesehen, aber er konnte sich seinen Lebensunterhalt immer noch als Jäger verdienen und andere Tiere gab es im Wald genug. Da er seit seiner Verkrüppelung nicht mehr gerne in der Nähe von Menschen war, lebte er in einer Hütte im Wald, ungefähr 1000 Meter vom Dorf entfernt.
Jetzt rannte er mit Bogen und Pfeilen in der Hand aus seiner Hütte auf das Dorf zu, um zu sehen, was passiert war. Unter Schmerzen belastete er sein kaputtes Bein bis an die Grenze. Vor ihm tat sich ein Schreckensbild auf. Die Häuser des Dorfes brannten alle. Er konnte die Hitze der Feuer spüren. Über dem Dorf flogen grosse schwarze Schatten und ab und an, stiess einer der Schatten in die Tiefe und griff sich eine der wild umher rennenden Gestalten am Boden, um sie dann aus grosser Höhe wieder auf den Boden fallen zu lassen. Es war ein grausiges Schauspiel.
Je näher er kam, desto klarer wurde ihm, dass er nichts unternehmen konnte. Die Angreifer aus der Luft konnte er nicht erreichen und es waren zu viele. Also begann er langsamer zu laufen und schliesslich blieb er ganz stehen. Tränen liefen sein Gesicht hinab. Mit einem stillen Schrei sank er auf die Knie, während er mitansah, wie das ganze Dorf vernichtet wurde. Menschen, mit denen er seit zwei Jahren zusammen gelebt hatten, wurden in die Höhe gerissen um dann am Boden zerschmettert zu werden und soweit er das im Schein der Feuer beurteilen konnte, waren das noch die glücklicheren unter den Opfern. Nach einer Weile konnte er den Anblick nicht mehr ertragen. Langsam kroch auch der Gestank von Blut, Eingeweiden und verbranntem Fleisch zu ihm herüber. Am Ende seiner Kräfte sank Elrik ganz auf den Boden und rollte sich wie ein Fötus zusammen.
Als er wieder hoch sah, war es bereits heller Tag. Die Sonne leuchtete fröhlich am Himmel. Mit einem Stöhnen stand Elrik auf und trottete langsam Richtung Dorf. Er wollte sehen, ob nicht vielleicht irgendwer überlebt hatte.


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Ein neues ZeitalterEpisode 3
Vorsichtig näherte sich Elrik den Resten des Dorfs. Er konnte kaum glauben was er sah. Kein Haus stand unversehrt da. Der Boden hatte eine rötliche Farbe vom Blut der Dorfbewohner. Aber seltsamerweise konnte Elrik nur vereinzelt tote Dorfbewohner liegen sehen. .Ob vielleicht doch die meisten das Massaker überlebt haben?., begann er zu hoffen.
Nun war er am ersten Haus angelangt und was er sah, bestärkte seine Hoffnung, nur drei Leichen. Nun ging er etwas schneller weiter, um möglichst bald bei den Überlebenden zu sein. Sie würden ihn und seine Erfahrung benötigen, wenn sie nun noch überleben wollten, ohne Vorräte für den Winter und ohne Häuser. Elrik wurde immer schneller, die letzte Ecke zum Dorfplatz rannte er fast, nur um dann wie vom Donnerschlag gerührt stehen zu bleiben. Es hatte wohl doch niemand überlebt. Vor ihm lagen die Toten auf einem riesigen Haufen, und soweit er es sehen konnte, war keine der Leichen vollständig. Es war ein Haufen von Gliedmassen, Torsos, Gedärme. Der Gestank trieb ihm die Tränen in die Augen. Mühsam kämpfte er gegen den Brechreiz an und viel auf die Knie. .Nein! Das kann nicht sein! Was für Monster sind zu so etwas fähig?., schrie er den Leichenberg an. Zitternd vor Trauer und Wut fiel sein Kopf auf die Brust.
Als er wieder aufsah, stand die Sonne bereits tief im Westen. Er raffte sich auf. .Es muss jemand überlebt haben.., flüsterte er wieder und wieder vor sich hin, während er langsam durch das Dorf schritt. Vorbei an verkohlten Hausskeletten und einzelnen Gliedmaßen. Was sollte er nun bloß tun? Zu Fuß würde er Wochen bis zur nächsten Stadt brauchen. Falls sich dieser Vorfall wiederholen sollte, wer sollte diesen Gegner aufhalten. Er mußte den König warnen, damit dieser etwas dagegen unternehmen konnte.
Tief in Gedanken trat er einen Gegenstand vor sich her. Er blickte hinab. Mit was spielte er da untbewusst? Es sah aus wie der Zahn eines Ebers. Wem konnte das wohl gehört haben? Langsam bückte er sich um den Zahn aufzuheben. Als er ihn mit seiner blossen Hand anfasste durchfuhr ihn ein Zittern und er hatte eine Vision:

Langsam stand er auf, blickte auf seine Stammesbrüder rund ums Feuer herab, brüllte laut, um ihre Aufmerksamkeit zu erregen. Als alle gebannt zu ihm aufblickten begann er zu sprechen. .Der Tag für unsere Rache ist gekommen meine Brüder! Die schwarzen Drachen sind zurück aus den Schatten, die Menschen ein für alle mal zu besiegen. Wir werden uns mit ihrer Hilfe unser Land zurück holen. Vorbei sind die Zeiten, in denen wir uns vor diesen Tieren verstecken müssen, wir werden ihnen alle ihre Grausamkeiten und mehr zurückzahlen.. Ein begeisterte Brüllen kam aus den Kehlen seiner Zuhörer. Er spürte eine bedrückende Macht in seinem Rücken, und dann ein lautes Krachen, das kurz darauf von einem noch lauteren Brüllen übertönt wurde.

Verwirrt sah Elrik sich um. Was hatte er da eben gesehen? Wer war das gewesen? Alles war so gewesen, als hätte er es selbst miterlebt. Die Gerüche, die Geräusche aus der Umgebung. Die Angst vor dem Wesen im Rücken des Anderen. Er konnte es immer noch spüren. Vorsichtig, um den Zahn nicht nochmal mit seiner Haut zu berühren, wickelte er ihn in sein Taschentuch ein.


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Die Reise beginnt Episode 4
Betrübt trabte Elrik zu seiner Hütte zurück. Er wollte den nötigsten Proviant holen und dann schnell zum nächsten Ort weiter. Er musste die Menschen dort vor der Gefahr warnen und falls möglich einen Boten beauftragen die Kunde von der neuen Bedrohung zum König zu tragen. Er war so in seine Gedanken versunken, dass er erst merkte, dass er angekommen war, als er mit der Nase an seine Tür stieß. Schnell öffnete er sie ging direkt zu seiner Feuerstelle und nahm den Rest Brot und das geräucherte Fleisch, dass noch von der Decke hing, und packte alles in seinen Rucksack, den er dann auf seinen Rücken schnallte. Vorsichtig entspannte er seinen Bogen wieder und wickelte die Sehne in Leder ein, damit sie nicht naß werden konnte. Dann nahm er einen Köcher Pfeile von der Wand, stecke den Bogen dazu und schnallte das ganze auch auf den Rücken. Nun begann er nach seinem Jagdmesser zu suchen. Eigentlich lag das immer direkt neben der Feuerstelle, damit er das Fleisch schneiden konnte, aber heute fand er es nicht. Er durchsuchte jeden Winkel seiner Hütte, konnte es aber einfach nicht finden. .Verdammt, wo habe ich es nur hin gelegt.., fluchte er. .Wie soll ich nun das Wild ausweiden, dass ich unterwegs zum Überleben schießen muss.. Immer noch fluchend drehte er sich nochmal im Kreis und lies seinen Blick durch den Raum streifen. Nein, hier lag das Messer nicht. Resigniert nahm er einen kleinen Dolch von der Wand, der eigentlich mehr Zierde als Waffe war. .Na ja, besser als nichts., dachte er sich, während er langsam durch die Tür schritt.
Er machte sich langsam ans Verriegeln der Tür, als ihm einfiel, dass er wohl nie wieder zurückkommen würde. Also machte er das teure Schloß von der Türe ab und steckte es in seinen Rucksack. .Man weiß ja nie, wozu man das nochmal gebrauchen kann.., dachte er und drehte seiner Hütte den Rücken zu. Mit zügigen Schritten, ohne einen Blick zurück ging Elrik seiner Zukunft entgegen. Immer Richtung Süden, hin zum König.
Der Weg war beschwerlich und an vielen Stellen versuchte der Wald die gerodetet Fläche für den Weg zurück zu erobern. Die Äste hingen tief über die Schneise hinein, Sonnenlicht erschien grün, durch das dichte Blattwerk. Elrik kam sich vor, als würde er in einer anderen Welt laufen. Alles schien so unwirklich zu sein, das Licht und auch die Stille. .Stille?., er konnte es nicht glauben, warum sollte ein so dichter Wald still sein? Aber es stimmte, kein Vogel zwitscherte, keine Grillen zirpten, nichts. Zum Gefühl der Unwirklichkeit kam nun noch ein Gefühl der Angst hinzu. Immer wieder sah Elrik sich um, aber er konnte nichts hören und auch nichts sehen. Das Gefühl der Gefahr nahm immer weiter zu. Nach einigen hundert Meter war es so stark, dass Elrik keinen Schritt voran mehr tun konnte. .Ich muss, muss mich verstecken! Eingraben, ganz klein machen.!., dachte er bei sich und schon lag er auf dem Boden und kroch vom Weg weg in das Dickicht am Wegesrand. Erst als er tief im Gebüsch versteckt war, blieb er schweißüberströmt und erschöpft liegen. Das Gefühl aber blieb. Und jetzt glaubte er auch etwas zu hören. Ein lautes Donnern und Knattern in der Luft. Er rollte sich nun ganz zusammen, so stark war die Angst geworden und dann huschte plötzlich ein riesiger Schatten mit lautem Getöse über ihn hinweg und entfernte sich schnell wieder. Noch lange lag Elrik zitternd und zusammengerollt am Boden. Doch langsam kehrte Leben in den Wald zurück und er konnte Vögel hören und auch Grillen. Die Angst lies langsam nach und er konnte die Kraft sammeln und seinen Kopf mühsam und vorsichtig aus dem Gebüsch stecken. Er sah die Sonne schon sehr tief stehen und beschloß einfach im Gebüsch liegen zu bleiben. .Sicher ist sicher, falls das Ding zurückkommt.., dachte er bei sich und machte mit zitternden Händen seine Decke vom Rucksack los und rollte sich wieder ein.
Am nächsten Morgen schien der Wald wie ausgewechselt, es war laut, wie es sich gehörte und Elrik ging mit kräftigen Schritten weiter Richtung Süden. In den Mittagsstunden hatte er den Wald hinter sich gelassen und lief im Sonnenschein den nun zu einer Straße werdenden Weg entlang. An diesem Abend schlug Elrik in einem kleinen Hain sein Lager auf, machte ein kleines Feuerchen und kochte sich eine Suppe aus den Zutaten, die er noch dabei hatte. Als er sich danach erschöpft in seine Decke rollte, dachte er noch einmal an die Vision, die der Zahn ausgelöst hatte und war schon dabei ihn wieder auszupacken, als ihn die Angst packte und er ihn ganz unten in seinem Rucksack verstaute. Als er endlich einschlief, war es nur ein sehr unruhiger Schlaf, geprägt von riesigen Schatten und unvorstellbarer Angst.
Früh morgens lag seine Angst, wie ein Dunstschleier, immer noch auf seinem Gemüt, also entschloß er sich unterwegs zu essen, was er noch hatte und brach sofort auf. Nach diesen schlechten Nächten hatte er auch nicht mehr die Kraft zu jagen, so dass er sich von Beeren und Nüßen ernährte, die er fand. Sobald er sich einem Dorf näherte überkam ihn die Angst, das gleiche Bild vorzufinden wie in Kr'ark, daher machte er einen weiten Bogen um jeder menschliche Siedlung die er fand. Der Schrecken und das Grauen waren noch zu frisch in seinem Gedächtnis. Außerdem sah er mitlerweile wie ein Bettler aus und er wußte auch, dass diese kleinen Dörfer Steuner nicht leiden konnten und am liebsten mit Steinen wieder vertrieben. Also blieb er für sich alleine. Sein einziges Ziel war, die erste größere Bastion der königlichen Armee zu erreichen und den Hauptmann dort zu warnen. Dort würde man ihm sicher zuhören, dachte er.

Am zwölften Tag seiner Reise näherte er sich wieder einem Dorf. Er wollte eben die Straße verlassen, als er einen starke Brandgeruch wahrnahm. Es roch noch gegrilltem und verbranntem Fleisch. Eine dunkle Vorahnung überkam ihn. Hatte der Feind ihn etwa überholt? Warum waren dann die ganzen anderen Dörfer verschont geblieben. Alle Vorsicht vergessend, rannte er los. .Eine Biegung noch, dann müsste ich das Dorf sehen.., sagte er sich, während er um die Kurve rannte. Kaum konnte er das Dorf stehen, versuchte er so abrupft stehen zu bleiben, dass er stürzte. Hart schlug er mit dem Gesicht auf dem staubigen Boden auf. Tränen schoßen ihm ins Gesicht. Was er gesehen hatte, war kein Dorf, sondern schwelende Ruinen. Langsam richtete er sich auf, nach dem ersten Schock nahm er nun auch den ätzenden Geruch von verbranntem Fleisch viel deutlicher wahr.
Wieder auf den Beinen, ging er weiter auf das Dorf zu, diesmal langsamer. Nach einiger Zeit stand er dann müde und erschöpft am Rand des Dorfes. Vorsichtshalber nahm er seinen Bogen vom Rücken und spannte ihn. Vielleicht war ja noch eines dieser Monster da.
Er machte sich auf Richtung Dorfplatz. Die Angst, wieder einen Berg von Leichen zu finden, trieb ihn an. Er wollte nicht wahrhaben, dass hier das gleiche nochmal passiert war. Eine Biegung noch und er sah den Platz. Erleichtert senkte er den Bogen, kein Leichenberg. Dafür aber einzelne unidentifiezierbare Kadaver. Langsam ging er auf den ersten Kadaver zu. Als er näher kam, sah er, dass der Kadaver auf dem Rücken lag. Mit dem Fuß drehte er ihn um. Nun starrten ihn tote Augen aus einem Gesicht voller scharfer Zähne und Hauer an. Die Hauer glichen dem, den er gefunden hatte. Das Monster war von einem Hieb getötet worden, der ihm die Gedärme aus dem Bauch quellen lies. .Seltsam, dass ich hier nicht die Menschen sehe, die das getan haben.., dachte Elrik, als ein Pfeil vor seinen Füßen einschlug. Erschrocken sah er auf und stellte fest, dass er von Soldaten umringt war, die alle ihre Waffen auf ihn gerichtet hatten.
Er wollte gerade anfangen zu sprechen, als er einen kurzen Schmerz auf seinem Hinterkopf spürte und bewußtlos zu Boden sackte.



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Nov. 2006 DFA